löchrige discovery

27. Juli 2005 um 13:49 Uhr

das space shuttle discovery ist gestern wieder ins all gestartet. nach anfänglicher euphorie über einen bilderbuchstart heisst es nun, dass es schäden am hitzeschild gäbe und man über die möglichen folgen rätsele.

in der haut der nasa techniker möchte ich jetzt nicht stecken. denn kann man es wirklich verantworten, auch nur das geringste risiko einzugehen? müsste man nicht beim kleinsten zweifel die fähre verloren geben? und wie genau macht man das? schiesst man sie führerlos ins all? backstein auf’s gas und ab geht die post?
was, wenn man sich irrt indem man das raumschiff bedenkenlos zur erde zurückschickt und es verglüht samt besatzung ebenso wie die columbia? die nasa sagt, es geht nichts über die sicherheit der astronauten. doch kann man das schiff wirklich verloren geben (und möglicherwiese später feststellen, dass das nicht nötig gewesen wäre), ohne einzugestehen, dass dies das ende der bemannten raumfahrt mit einem space shuttle wäre? ich glaube nicht.

das wirklich gefährliche daran ist aber der zeitdruck und die große entfernung. als der start letzthin mehrfach verschoben wurde, war das kein problem, da man keine (wirkliche) eile hatte, das schiff zu starten. doch endlos kann die discovery nun nicht im all bleiben und eine entscheidung muss in absehbarer zeit fallen.

nur einige personen bedaure ich noch mehr als die menschen, die das jetzt aus tausenden von kilometern zu entscheiden haben: die astronauten. denn vermutlich wird man nicht anders können, als zu versuchen, das shuttle zu landen…

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